Glossar

Schlüsseldienst-Glossar Stuttgart

Fachwort und Alltagswort nebeneinander. Nicht, damit Sie am Telefon Fachbegriffe verwenden — sondern damit Sie verstehen, was jemand meint, wenn er sie verwendet.

Makroaufnahme eines Schließzylinders aus gebürstetem Metall
Zylinderkern

Wozu das gut ist

Das falsche Wort am Telefon erzeugt die falsche Erwartung

„Mein Schloss ist kaputt“ heißt in neun von zehn Fällen: Der Zylinder ist defekt. Das ist ein anderer Aufwand — und ein anderes Bauteil — als ein defektes Einsteckschloss im Türblatt. Wer das auseinanderhalten kann, bekommt am Telefon eine präzisere Auskunft.

Umgekehrt gilt: Sie müssen nichts davon wissen. Beschreiben Sie ruhig in Alltagssprache, was die Tür macht — „der Schlüssel dreht sich, aber nichts passiert“, „die Klinke geht runter, die Tür bleibt zu“. Die Übersetzung ist unsere Aufgabe. Dieses Glossar ist ein Angebot, keine Voraussetzung.

Gruppe 1

Zylinder

Profil­zylinder
Der austauschbare Kern eines Türschlosses, in den der Schlüssel gesteckt wird. Er sitzt im Einsteckschloss und wird von einer einzelnen Schraube an der Türkante gehalten. In den allermeisten Fällen wird bei einem „Schlosstausch“ nur er getauscht.
Stulpschraube
Die Schraube an der schmalen Türkante, die den Zylinder hält. Sie zu lösen ist der erste Handgriff jedes Zylindertauschs — und der Grund, warum ein Tausch keine Arbeit am Türblatt ist.
Zylinderlänge
Wird ab der Stulpschraube nach beiden Seiten getrennt gemessen. Ein zu langer Zylinder steht über den Beschlag hinaus und lässt sich abbrechen oder ziehen; ein zu kurzer passt schlicht nicht. Deshalb wird gemessen, nicht geschätzt.
Bohr- und Ziehschutz
Gehärtete Einlagen und Verstärkungen im Zylinder, die das Aufbohren und das gewaltsame Herausziehen erschweren. Der erste Punkt, an dem sich ein Sicherheitszylinder von einem einfachen unterscheidet.
Sicherungskarte
Der Nachweis, der zu einem kopiergeschützten Schließsystem gehört. Ohne sie gibt der Hersteller keinen Nachschlüssel heraus. Bei einer Anlage liegt sie in der Regel bei der Hausverwaltung oder beim Eigentümer.

Gruppe 2

Schloss und Tür

Einsteckschloss
Der Schlosskasten im Türblatt, in dem Falle und Riegel sitzen. Er wird nur getauscht, wenn der Defekt tatsächlich dort liegt — dann müssen Dornmaß, Entfernung und Vierkant zum vorhandenen Türblatt passen.
Falle
Die schräge, federnde Zunge, die beim Zuziehen der Tür einrastet. Sie hält die Tür zu, ohne dass abgeschlossen wurde — und sie ist der Grund, warum eine „zugefallene“ Tür in der Regel schonend zu öffnen ist.
Riegel
Der massive Bolzen, der erst durch das Drehen des Schlüssels ausfährt. Steht er im Schließblech, ist abgeschlossen — und der Aufwand einer Öffnung ist ein anderer.
Schließblech
Das Blech in der Zarge, in das Falle und Riegel fahren. Ein kurzes Standardblech in weichem Holz gibt bei einem Hebelversuch nach; ein langes Sicherheitsschließblech verteilt die Last über die Zarge.
Bandseite
Die Scharnierseite der Tür — die Seite ohne Schloss. Ohne Bandseitensicherung lässt sich eine Tür auch dort aushebeln, und genau deshalb wird sie so oft übersehen.
Mehrpunkt­verriegelung
Ein Schloss, bei dem beim Abschließen mehrere Bolzen gleichzeitig ausfahren, verteilt über die Türhöhe. Verbreitet an neueren Haus- und Wohnungstüren — und deutlich aufwendiger zu öffnen als ein einzelner Riegel.

Gruppe 3

Öffnung

Zerstörungsfreie Öffnung
Eine Öffnung, nach der Tür, Zarge und Zylinder unbeschädigt und weiter benutzbar sind. Der Versuch steht immer am Anfang — alles andere kommt erst danach.
Aufbohren
Das letzte Mittel: Der Zylinder wird zerstört, um die Tür zu öffnen. Betroffen ist der Zylinder, nicht das Türblatt — danach ist ein maßgleicher Ersatz fällig. Was das für den Aufwand bedeutet, steht unter was den Aufwand an einer Stuttgarter Tür bestimmt.
Legitimations­prüfung
Die Prüfung, ob die auftraggebende Person zum Zutritt berechtigt ist — üblicherweise über einen amtlichen Lichtbildausweis mit passender Meldeadresse. Kein Formalismus, sondern der Schutz aller, die hinter derselben Tür wohnen.
Notverschluss
Eine vorläufige Sicherung einer beschädigten Tür, damit die Wohnung wieder verschließbar ist — etwa über Nacht nach einem Aufbruch. Die eigentliche Instandsetzung folgt danach.

Gruppe 4

Schließ­anlage

Gleichschließung
Mehrere Zylinder, die auf denselben Schlüssel passen. Ein Schlüssel für Haustür, Wohnungstür und Kellerabteil — die einfachste Form einer Anlage.
Zentral­schließ­anlage
Jede Partei hat ihren eigenen Wohnungsschlüssel, alle öffnen zusätzlich die gemeinsamen Türen: Hauseingang, Keller, Müllraum. Der Regelfall im Mehrparteienhaus.
General- und Haupt­schlüssel­anlage
Eine gestufte Anlage: Ein übergeordneter Schlüssel öffnet mehr Türen als die einzelnen. Verbreitet dort, wo Verwaltung oder Hausmeisterdienst Zugang zu Bereichen brauchen, die nicht allen offenstehen.
Schließplan
Die schriftliche Festlegung, welcher Schlüssel welche Tür öffnet. Er entsteht vor der Montage. Wer ihn erst danach zeichnet, montiert zweimal — mehr dazu unter Zylindertausch im Stuttgarter Westen und in der Leistungsbeschreibung.

Gruppe 5

Einbruch­schutz

Schutz­beschlag
Ein Beschlag, der den Zylinder abdeckt, sodass Werkzeug nicht ansetzen kann. Ohne ihn steht auch der beste Zylinder frei.
Querriegel
Ein Zusatzschloss, das die Tür über die volle Breite verriegelt und die Kraft in die Wand einleitet — der klassische Nachrüstweg an Altbautüren, die keine geprüfte Klasse tragen können.
RC-Klasse (DIN EN 1627)
Die Widerstandsklasse eines geprüften Gesamtelements. Sie beschreibt eine geprüfte Widerstandszeit gegen definierte Werkzeuge — keine Unüberwindbarkeit. Ausführlich: was die RC-Klassen bedeuten.
Einbruchhemmend
Der korrekte Begriff für geprüfte Bauteile. „Einbruchsicher“ gibt es nicht und ist als Werbeaussage irreführend.

Verwechslungen

Drei Wortpaare, die regelmäßig durcheinandergeraten

Meist gemeint

Der Schließ­zylinder

Der austauschbare Kern, in den der Schlüssel gesteckt wird. Er ist es fast immer, wenn jemand sagt, das Schloss sei kaputt — und er lässt sich einzeln tauschen.

  • Wird von einer einzelnen Schraube an der Türkante gehalten
  • Wird nach beiden Seiten ab Stulpschraube gemessen
  • Tausch ohne Eingriff ins Türblatt möglich

Seltener gemeint

Das Schloss selbst

Der Schlosskasten im Türblatt mit Falle und Riegel. Wenn der defekt ist, wird das komplette Einsteckschloss getauscht — und dafür müssen die Maße passen.

  • Sitzt im Türblatt, nicht in der Türkante
  • Dornmaß, Entfernung und Vierkant müssen stimmen
  • Deutlich seltener der eigentliche Defekt
  • Zugefallen ≠ abgeschlossen

    „Zugefallen“ heißt: nur die Falle hält. „Abgeschlossen“ heißt: Es wurde mit dem Schlüssel gedreht und der Riegel steht. Der Unterschied bestimmt den Aufwand des ganzen Einsatzes — praktisch beschrieben unter Tür zugefallen in Stuttgart.

  • Einbruchhemmend ≠ einbruchsicher

    „Einbruchhemmend“ ist der korrekte, geprüfte Begriff und beschreibt eine Widerstandszeit. „Einbruchsicher“ gibt es nicht — wer damit wirbt, verspricht etwas, das keine Norm deckt.

  • Klemmen ≠ defekt

    Ein schwergängiger Zylinder kann verschmutzt, eine Tür kann durch Feuchte verzogen sein — beides ist noch kein Schaden. Die Diagnose steht unter klemmendes Schloss an der Stuttgarter Wohnungstür.

Vom Begriff zur Arbeit

Wo welcher Fachbegriff praktisch wird

Vier Leistungsseiten, je ein Begriff aus dem Glossar, der dort im Mittelpunkt steht.

Falle und Riegel

Auf welcher Seite Ihre Tür steht, entscheidet über den Weg hinein.

Türöffnung an Stuttgarter Altbau- und Siedlungstüren

Zylinderlänge und Stulpschraube

Die beiden Maße, an denen ein sauberer Tausch hängt.

Zylindertausch am Stuttgarter Gründerzeitbestand

Bandseite und Schließblech

Die Punkte, an denen eine Tür tatsächlich nachgibt.

Einbruchschutz für Haus- und Wohnungstür in Stuttgart

Schließplan und Sicherungskarte

Die beiden Dokumente, ohne die eine Anlage nicht funktioniert.

Schließanlagen für Verwaltung und Gewerbe in Stuttgart

Wenn der Schlüssel im Zylinder abgebrochen ist, hilft die Symptomseite Bruchstück steckt im Schloss weiter. Den Gesamtüberblick gibt Überblick über alle Leistungen dieses Betriebs, die Themenseiten sammelt Ratgeber rund um Schloss und Tür in Stuttgart.

Kostenlose Beratung

Begriff unklar? Beschreiben Sie es einfach

Am Telefon ordnen wir Ihre Tür in Alltagssprache ein. Sie müssen keinen einzigen Fachbegriff kennen — es genügt, was Sie sehen und was die Tür macht.

  • Kostenlos und unverbindlich.
  • Keine Fachbegriffe nötig — nur eine Beschreibung.
  • Verbindliche Auskunft vor Arbeitsbeginn.

Kostenlose Beratung

Alltagssprache reicht vollkommen

Drei Sätze, die am Telefon mehr sagen als jedes Fachwort:

  • „Die Klinke geht runter, die Tür bleibt zu.“

    Damit ist der Riegel gemeint — es wurde abgeschlossen.

  • „Der Schlüssel dreht sich, aber nichts passiert.“

    Das deutet auf einen Defekt im Zylinder oder auf ein abgebrochenes Bauteil hin.

  • „Die Tür ist zugefallen, der Schlüssel liegt drinnen.“

    Der häufigste Fall überhaupt — und meist der einfachste.

Danach geht es weiter unter Kontakt und Einsatzgebiet in Stuttgart.

Zum Abbinder

Beschreiben Sie die Tür in Alltagsworten — das Fachwort ergibt sich

Es ist ohnehin nie das Wort, das den Einsatz bestimmt, sondern die Sache dahinter.

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